Das Bild der Frau in ausgewählten Romanen von Heinrich Böll
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Das Brot der frühen Jahre


Die Erzählung ist im Sommer 1955 entstanden und wurde von Böll mit folgenden Worten zusammengefasst:

Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, der jetzt 24 ist, am Kriegsende 13 oder 14 war, in die Stadt kommt, zunächst hungert, dann aber >mitmischt<, auf Karriere setzt, diese sogar macht – und dann durch die Liebe zu einem jungen Mädchen in eine andere Richtung gezogen wird.(1)

Der Protagonist Walter Fendrich berichtet in der Retrospektive von seinem bisherigen Leben und dem Tag, an dem dieses eine entscheidende Wende nahm. Es war der Tag, an dem er der aus seiner Heimat stam-menden Hedwig Muller begegnet, die zum Studium in die Stadt zieht. Walter, der den Hunger und die Ausbeutung der Nachkriegsjahre miterlebt hat und nunmehr die Menschen nur noch nach ihrer Großzü-gigkeit einordnet, findet in Hedwig zum ersten Mal einen Menschen, den er bedingungslos lieben kann.
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(1) Witsch, J. C.: Briefe 1948-1967, hrsg. v. Kristian Witsch, mit einem Vorwort von Manès Sperber, Köln 1977, S.68